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Aktiv

lernu.net

Mehrsprachige Webseite zum Lernen der internationalen Sprache Esperanto.

lernu.net

Webseite: https://lernu.net
Facebook: https://www.facebook.com/lernu.net

Wenn Sie neugierig auf Esperanto sind und gut gestaltete Lernplattformen mögen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie lernu! schon einmal gesehen haben. lernu! ist ein mehrsprachiges, webbasiertes und vollständig kostenloses Projekt zur Förderung und zum Unterrichten von Esperanto. Der Name kommt vom Verb lerni und seiner Imperativform lernu, was einfach „lerne“ bedeutet.

Das Projekt ist auch in sozialen Medien aktiv, unter anderem mit einer seit vielen Jahren betriebenen Facebook-Seite, auf der Kurs-Updates und Geschichten aus der Community erscheinen.

Was Sie heute auf lernu! finden

Wenn Sie lernu.net öffnen, betreten Sie eine mehrsprachige Lernumgebung, die über mehr als zwei Jahrzehnte gewachsen ist. Die Seite vereint den Hauptkurs La teorio Nakamura, eine Science-Fiction-Geschichte in sechsundzwanzig Lektionen von Anna Löwenstein, mit Hunderten interaktiven Übungen und Illustrationen. Daneben finden Lernende eine vollständige Esperanto-Grammatik als Nachschlagewerk, ein mehrsprachiges Wörterbuch, das in alle Kurstexte integriert ist, sowie Einstiegsinformationen über Esperanto und seine Sprecherinnen und Sprecher.

Auch die Community-Seite ist deutlich präsent. Ein Forum ermöglicht Lernenden und erfahrenen Sprecherinnen und Sprechern den Austausch von Fragen und Tipps, und eine Mediathek bietet Bücher, Lieder, vertonte Geschichten und Videos.

La teorio Nakamura ist das Rückgrat des aktuellen Curriculums. Der Kurs führt Lernende über eine Geschichte, die stetig anspruchsvoller wird, von null Vorkenntnissen bis zur selbstständigen Nutzung der Sprache. Er orientiert sich am CEFR-Rahmen und ist sowohl für das Selbststudium als auch für den Unterricht konzipiert.

Die Oberfläche von lernu! ist in fast vierzig Sprachen verfügbar. Freiwillige übersetzen Menüs, Erklärungen und viele Übungen, damit Lernende Anweisungen in der Sprache verstehen, die sie am besten beherrschen.

Auch Lehrkräfte haben einen eigenen Bereich mit Leitfäden, Handouts und methodischen Hinweisen. Besonders hervorzuheben ist der Multilingualism Accelerator, ein didaktischer Ansatz, der einfaches Esperanto als Modell-Sprache nutzt, um späteres Fremdsprachenlernen zu unterstützen. Dieses Projekt wurde vom Erasmus+-Programm der Europäischen Kommission kofinanziert.

Wie das Projekt begann

Die Idee für lernu! nahm im April 2000 während des ersten Esperanto@Interreto-Seminars in Stockholm Gestalt an und entwickelte sich im Oktober 2001 bei einem zweiten Seminar in Uppsala weiter. Die Teilnehmenden stellten sich ein mehrsprachiges Lernportal vor, das Esperanto Menschen näherbringt, die es zuvor noch nie gesehen hatten.

Im Juli 2002 erklärte sich die Esperantic Studies Foundation (ESF) bereit, die Idee finanziell zu unterstützen, und im August begann die Entwicklung. Am 21. Dezember 2002 ging lernu! online. Von Anfang an wurde das Projekt vom Kernteam in Zusammenarbeit mit der ESF betreut und weiterentwickelt, unterstützt von vielen Freiwilligen.

Das Gründungsteam brachte junge Engagierte und Lehrende aus mehreren Ländern zusammen. Zu den Kernmitgliedern gehörten Hokan Lundberg, Sonja Petrović Lundberg, Jevgenij Gaus und Clayton Smith. In den Jahren bis 2016 stießen zu unterschiedlichen Zeiten Oleg Izjumenko, Bertilo Wennergren, Neringa Gaus, Erin Piateski, Peter Baláž und Aaron Chapman dazu.

Dutzende ehrenamtliche Übersetzerinnen und Übersetzer sowie Tutorinnen und Tutoren halfen dabei, dass die Seite von einem kleinen Experiment zur bekanntesten Esperanto-Lernressource im Web wurde.

Die erste Generation von lernu!

Wer lernu! in den frühen Jahren genutzt hat, erinnert sich an eine ganz andere Landschaft, die sich rasant veränderte. Das Projekt wuchs schnell.

Kurse wie Ana Pana, Ana renkontas, Kio okazas, Jen nia IJK, Bildoj kaj demandoj und Gerda malaperis boten strukturierte Lektionen, mit der Möglichkeit, Übungen an menschliche Tutorinnen und Tutoren zu schicken. Gleichzeitig ergänzte die Plattform private Nachrichten, Foren, Wortschatz-Lerntools, eine „Wort des Tages“-Funktion, Spiele und einen Instant Messenger.

Schon bald war lernu! zugleich Klassenzimmer und Gemeinschaft.

Ab 2007 half lernu! bei der Mitorganisation der ersten Somera Esperanto-Studado (Summer Esperanto Study), eines intensiven Sommerkurses, der später zu einer regelmäßigen E@I-Veranstaltung wurde. lernu! spielte eine zentrale Rolle dabei, Teilnehmende zu gewinnen und Lehrende und Lernende zu vernetzen, die sich zuerst online kennengelernt hatten.

Die Zahlen aus dieser Zeit zeigen, wie schnell die Plattform ihr Publikum fand. Mitte 2007 zählte die Seite Zehntausende Nutzerinnen und Nutzer und mehr als eine Million Seitenaufrufe pro Monat, und in den folgenden Jahren setzte sich das Wachstum fort. 2013 hatte lernu.net rund 150.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer, und 2018 lag die Zahl bereits bei über 300.000.

Anerkennung aus der Esperanto-Welt

2013 verlieh die Universal Esperanto Association lernu! den Onisaburo Deguchi Prize, eine Auszeichnung für Projekte, die das internationale Verständnis durch Esperanto stärken. Für alle Beteiligten von lernu! war das eine wichtige Bestätigung des Projektanliegens.

lernu! wurde außerdem in wissenschaftlichen Arbeiten als frühes und prägendes Beispiel einer mehrsprachigen Online-Lernplattform genannt. Zudem hat es mehr Menschen an Esperanto herangeführt als jede einzelne Offline-Initiative in der Geschichte der Sprache.

Warum ein kompletter Neuaufbau notwendig wurde

Mit der Zeit wuchs lernu! durch die Arbeit vieler Freiwilliger, Designerinnen und Designer sowie Programmiererinnen und Programmierer. Das brachte Kreativität, machte die Plattform aber auch schwer zu warten. Die Erwartungen an Barrierefreiheit und mobile Nutzbarkeit hatten sich verändert, und es wurde klar, dass ein kompletter Neuaufbau nötig war, um das nächste Lern-Jahrzehnt zu tragen.

Der Plan war ehrgeizig. Wir wollten eine neue Struktur, einen stärkeren Hauptkurs, ein modernes Design und eine sauberere technische Basis schaffen. Drei Hauptpartner arbeiteten dafür mehrere Jahre zusammen, ESF, E@I und Studio GAUS. Ziel war eine Plattform, die den Charakter der ursprünglichen Seite bewahrt und zugleich heutigen Standards entspricht.

Der Relaunch 2016 und ein neues Kapitel

Die neue lernu! ging im Sommer 2016 online, mit einer frischen visuellen Identität, einem responsiven Layout, verbesserten Foren und Wörterbüchern und mit der Einführung von La teorio Nakamura als zentralem Kurs. Klassische Materialien wurden in die neue Mediathek überführt, sodass langjährige Nutzerinnen und Nutzer ihre Lieblingskurse weiterhin finden konnten.

Nach dem Relaunch ging das Projekt vollständig in die Verantwortung von Studio GAUS über. Seitdem pflegen und finanzieren wir die Plattform, arbeiten eng mit E@I und ESF zusammen und führen die Tradition ehrenamtlicher Übersetzungen und der Beteiligung der Community fort.

Ein Projekt, das weiter unterrichtet

Mehr als zwanzig Jahre nach dem Start bleibt lernu! der wichtigste Einstiegspunkt für Menschen, die eine strukturierte Einführung in Esperanto suchen. Es bietet einen zentralen Kurs in Form einer Geschichte, eine ausführliche Grammatik, eine mehrsprachige Oberfläche und eine Community, die darum gewachsen ist.

Bei Studio GAUS ist lernu! seit vielen Jahren ein Partner und eine Quelle von Erfahrungen, die einen großen Teil unserer späteren mehrsprachigen Arbeit geprägt haben. Was als Seminaridee begann, ist zu einer globalen Lernumgebung geworden, die noch immer jeden Tag neue Generationen von Lernenden begrüßt.

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